Letzte Woche saß ich mit einem Paar auf einer Terrasse in der Abendsonne. Die beiden planen für August, und irgendwann sagte sie: „Ich will, dass es sich anfühlt wie jetzt gerade. Dieses Licht. Diese Ruhe. Nur mit allen, die uns wichtig sind.“ Das ist es, was eine Sommerhochzeit ausmacht. Nicht die Trends. Nicht Pinterest. Sondern dieses Gefühl, das der Sommer einfach mitbringt.
Trotzdem bekomme ich gerade viele Fragen: Was ist 2026 eigentlich angesagt? Welche Farben? Welcher Stil? Und wie plant man das alles, ohne den Überblick zu verlieren?
In diesem Beitrag teile ich, was ich in dieser Saison beobachte – und was davon wirklich bei euch ankommen darf.

Was Sommerhochzeiten 2026 besonders macht
Ich plane seit über 16 Jahren Hochzeiten. Und ich merke: Die Paare, die 2026 heiraten, wollen etwas anderes als noch vor fünf Jahren.
Weniger Show. Mehr Echtheit.
Weniger perfekte Inszenierung. Mehr Momente, die sich richtig anfühlen.
Das zeigt sich in kleinen Entscheidungen. Ein Brautpaar neulich hat die Zeremonie auf 17 Uhr gelegt – nicht weil es praktisch war, sondern weil das Licht dann am weichsten fällt. Ein anderes hat bewusst auf Vorspeise verzichtet, damit mehr Zeit zum Ankommen bleibt. Sommerhochzeiten 2026 sind leiser geworden. Aber nicht weniger intensiv.
Farbwelten: Weniger Palette, mehr Gefühl
Wenn Paare mir Moodboards zeigen, sehe ich dieses Jahr vor allem eines: Ruhe.
Lavendel, das ins Grau geht. Olivtöne, die an warme Abende erinnern. Terracotta, aber gedämpft, nicht knallig. Dazu viel Creme, Sand, Greige.
Was ich daran mag: Diese Farben konkurrieren nicht miteinander. Sie ergänzen sich. Und sie lassen Raum für das, was wirklich im Mittelpunkt steht – euch, eure Gäste, den Moment.
Mein Tipp: Sucht euch nicht fünf Farben aus einer Palette. Fragt euch lieber: Wie soll sich der Tag anfühlen? Warm? Frisch? Elegant? Die Farben kommen dann fast von selbst.

Stilrichtungen: Findet euren roten Faden
Boho, mediterran, minimalistisch, editorial – die Begriffe schwirren überall herum. Aber ehrlich? Die meisten Hochzeiten, die ich plane, passen in keine Schublade.
Was ich stattdessen sehe: Paare, die sich einen roten Faden suchen.
Das kann ein Material sein. Leinen zum Beispiel, das sich durch Servietten, Bänder und sogar die Einladung zieht. Oder ein Ort, der alles prägt – eine alte Scheune, ein Weingut, ein Garten, der schon in der Familie ist.
Der Stil entsteht dann von selbst. Nicht weil man einem Trend folgt, sondern weil alles aus einem Gefühl heraus wächst.
Fragt euch: Was ist unser roter Faden? Was zieht sich durch? Das ist mehr wert als jedes Moodboard.
Locations: Wo der Sommer am schönsten feiert
Die Location ist oft die erste große Entscheidung. Und sie prägt alles, was danach kommt.
Was ich gerade oft höre: „Wir wollen raus.“ Gärten, Innenhöfe, Weingüter, Seeufer. Der Sommer lädt dazu ein, und die meisten Paare nutzen das.
Aber ich sage auch immer: Plant einen Plan B. Nicht aus Pessimismus, sondern aus Gelassenheit. Wenn ihr wisst, dass es auch bei Regen schön wird, könnt ihr den Tag viel entspannter genießen.
Meine liebsten Sommer-Locations? Die, bei denen man abends noch lange draußen sitzen kann. Mit Lichterketten, gutem Wein und diesem Gefühl, dass die Zeit gerade stillsteht.
Planung: Wann was dran ist
Ich weiß, Timelines können stressen. Aber sie können auch beruhigen – wenn man sie als Orientierung sieht, nicht als Pflichtprogramm.
Grob gesagt:
Etwa ein Jahr vorher solltet ihr eure Location sichern und die wichtigsten Dienstleister anfragen. Neun Monate vorher wird es konkreter – Outfit, Fotografie, Musik. Ein halbes Jahr vor der Hochzeit gehen die Einladungen raus. Und die letzten Wochen gehören den Details und dem Feinschliff.
Das Wichtigste dabei: Fangt mit dem an, was euch Energie gibt. Wenn ihr Lust auf Floristen-Gespräche habt, macht das zuerst. Wenn euch das Menü am meisten interessiert, startet dort.
Planung darf sich gut anfühlen. Wirklich.
Budget: Die eine Sache, die wirklich Ruhe bringt
Ich spreche oft früh über Geld. Nicht weil es das Wichtigste ist, sondern weil es so viel leichter wird, wenn Klarheit da ist.
Die meisten Paare wissen ungefähr, was sie ausgeben können. Aber sie haben keine Übersicht, wo das Geld eigentlich hinfließt. Und dann kommen die Angebote rein, eins nach dem anderen, und irgendwann wird es unübersichtlich.
Was hilft: Einmal alles an einem Ort sammeln. Alle Posten, alle Kategorien, alle Zahlen. Nicht um zu kontrollieren, sondern um entspannt entscheiden zu können.
Ich habe dafür einen Budgetplaner erstellt, den ihr euch kostenlos herunterladen könnt. Kein kompliziertes Excel, sondern eine klare PDF-Vorlage, die ihr sofort nutzen könnt.

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Mein Fazit für euch
Sommerhochzeiten 2026 sind ruhiger, bewusster, persönlicher. Weniger Deko-Overload, mehr Atmosphäre. Weniger Checklisten-Denken, mehr Vertrauen ins eigene Gefühl.
Was bleibt, ist das, was immer bleibt: Zwei Menschen, die sich etwas versprechen. Ein Tag, der sich anfühlen soll wie sie.
Und wenn ihr dabei Unterstützung wollt – sei es mit einem klaren Budgetplan, einem Gespräch oder einer Begleitung, die euch den Rücken freihält – dann meldet euch.
Ich freu mich auf euch. 🤍
Herzliche Grüße,
eure Asja
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